Heilige versammelt

Vom 3. Oktober 1999 bis zum 26. März 2000 ist die temporäre Ausstellung Heiligen gewidmet, die vom Ehepaar Nel und Cor van der Coelen aus Horst-America gesammelt wurden. An viele Heilige wird gedacht werden, wenn sie die Statuen sehen. Besonders für diejenigen, die das reiche römische Leben aus erster Hand erlebten, waren Heilige vertrauenswürdige Begleiter.
Durch die Säkularisierung und Kommerzialisierung ist in den letzten 30 Jahren viel verloren gegangen. Es gibt einen Wendepunkt. Die Menschen interessieren sich wieder für Wallfahrten und Wallfahrten. Heiligenstatuen sind wieder gefragt. Die Volksverehrung und Volksreligion, die Legenden, kirchlichen und volkstümlichen Bräuche sind ein Kulturgut, das nicht verloren gehen sollte. Darüber hinaus sind die Heiligen mit unserer Geschichte verbunden. Viele Menschen haben bei der Geburt einen Namen erhalten, der direkt oder indirekt von einem Heiligen abgeleitet ist. An welchen Jan, Bas oder Gonnie erinnert sich etwas über den Heiligen, nach dem er benannt ist, den Lebensverlauf, die Legenden und die Bedeutung des Namens? In mehreren Regionen feierten die Menschen anstelle seines Geburtstages den Namenstag des Heiligen, nach dem einer benannt wurde. Nachnamen wie Jeurissen und Franssen leiten sich von Heiligen ab. Orte sind nach ihnen benannt: Sint Willibrord, Sint Anthonis, St.Oeden- rode. Pfarreien, Zünfte, Milizen und Musikfirmen haben ihre Schutzheiligen.

Im Mittelalter hatten wir keine Uhren mit Datumsmarkierung. Der kirchliche Kalender bestimmte den täglichen Lauf der Dinge. Man hatte die Geburtstage der Heiligen, um zu wissen, welcher Tag es war. Denken Sie an die St. Elisabeths Flut, die Bartholomäusnacht. Wir kennen heute noch eine Reihe dieser Heiligentage, wie den Heiligen Nikolaus (6. Dezember), die Heiligen Drei Könige (6. Januar), die Eisheiligen (Pankratius 12, Servatius 13, Bonifacius 14. Mai), den Heiligen Johannes (24. Juni) und vor nicht allzu langer Zeit zog der Handel am Valentinstag (14. Februar) wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Die Festtage der Heiligen kennzeichneten die Jahreszeiten in der damals argrarischen Gesellschaft. Wir kennen noch viele Wettersprüche: „Regen auf St.Margriet (20. Juli) gibt 6 Wochen Herzschmerz der Bauern“ “ St.Giel (1sept.) mit Sonnenschein, das werden weitere 4 Wochen sein“ „Baut mit St.Anna (26. Juli) die Ameisenhaufen, der Winter wird nicht weich sein“. Heilige schützten vor Krankheiten und Defekten. Im Falle von Kinder- und Halskrankheiten wandten sich die Menschen an H.Blasius, gegen Augenkrankheiten an H.Oda. Und gegen Rinderkrankheiten könnte man sich unter anderem an den H.Gerlachus wenden. Wenn man etwas verloren hat, betet man immer noch: „Heiliger Antonius, Lieber, sorge dafür, dass ich meine … wieder finden.“ Auf der Ausstellung wurde eine große Liste von Schlüsselwörtern auf den Tafeln platziert, auf denen man herausfinden kann, mit welchen Heiligen man für Krankheiten und Defekte und für die Berufe zusammen sein sollte. Es gibt auch Gruppen von Statuen eines Heiligen, so dass man die verschiedenen Versionen sehen kann. Nur eine kleine Anzahl von Bildern hat eine Beschreibung. Für die anderen sind der Name und der Feiertag ausreichend. Die Kurzbeschreibung finden Sie in der Mappe auf dem Lesetisch der Ausstellung. Es gibt auch die ausführlichen Biographien und oft schönen Legenden in den verschiedenen Büchern. Moderne Bücher aus den letzten Jahren und Bücher aus der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts. Es ist interessant, die Geschichten zu vergleichen.